ThingLink

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Prezi
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Ein Sprichwort besagt, dass ein Bild mehr sagt als 1000 Worte. Dennoch kann es nicht immer sämtliche Informationen vermitteln. Das E-Learning-Tool ThingLink schafft an dieser Stelle Abhilfe: ThingLink ermöglicht es, Links zu den verschiedensten Ressourcen als Markierungen auf einem Bild zu speichern. Unterstützt werden dabei nicht nur Fotos, Texte, Audio- oder Videodateien, sondern beispielsweise auch Wikipedia-Einträge, Google-Maps-Karten oder Profile in sozialen Netzwerken. Die kostenlose Version bietet nicht ganz die gleiche Palette an Gestaltungsmöglichkeiten wie das kostenpflichtige Abonnement, doch ist sie für den Einsatz im Unterricht absolut ausreichend.

Geeignet ist dieses Tool dank seiner einfachen Handhabung sowohl für Lehrpersonen als auch für Lernende.

ThingLink ist mit dem Computer/Laptop, aber als auch als App mit Smartphone und Tablet nutzbar. Für das Erstellen von neuen ThingLink-Bildern empfehle ich den Computer, da die Erarbeitung auf einem grossen Bildschirm wesentlich einfacher ist. Zum Betrachten und Verwalten von ThingLink-Bildern eignen sich Smartphones und Tablets aber gut. Wichtig für die Benutzung von ThingLink ist, dass der Flashplayer des Computers auf dem neuesten Stand ist.

A Funktionen

ThingLink ist übersichtlich und intuitiv aufgebaut. Zuweilen verweist ThingLink unaufgefordert zum Upgrade. Die folgenden Beschreibungen erwähnen nur die kostenlosen Optionen.

Anmeldung

Um ThingLink nutzen zu können, ist eine Registration erforderlich. Sie haben die Wahl, sich über ein Google-, Twitter-, Facebook- oder einem eigenen ThingLink-Konto anzumelden. Dazu muss auf der Webseite von ThingLink ganz oben rechts der «Login»-Button angewählt werden. Nach der Anmeldung gelangt man auf den Startbildschirm der Bearbeitungsplattform.

Startbildschirm

Der Startbildschirm von ThingLink ist aufgeräumt und übersichtlich. Am oberen Bildschirmrand befinden sich die Hauptfunktionen der Seite.

Suchen: Es gibt eine grosse Auswahl an ThingLinks, die man als registrierte Nutzerin und registrierter Nutzer verwenden kann. Dazu kann im Suchfeld «Search» der gewünschte Begriff eingegeben werden. Wenige Augenblicke später erscheinen alle Treffer.

Explore: Als ThingLink-Einsteigerinnen und -Einsteiger ist es lohnenswert, sich unter der Rubrik «Explore» (Entdecken) Inspirationen für ThingLink-Projekte zu holen. Hier können gelungene Exemplare bestaunt werden.

Creat: Das eigentliche Herzstück ist der «Creat»-Button (Erstellen). Von hier aus lassen sich neue ThingLink-Projekte starten. Die spezifischen Möglichkeiten werden in den Kapiteln «Bild erstellen» und «Video erstellen» (S. 150) eingehend erläutert.

Upgrade: Wer noch mehr aus seinen ThingLink-Projekten herausholen will, hat die Wahl aus drei kostenpflichtigen Abonnements, die zwischen 20 und 125 US-Dollar kosten. Jedes Abonnement kann vor dem Abschluss in der Demo-Version ausprobiert werden.

Me: Die Rubrik «Me» beherbergt die Bibliothek mit den selbst erstellen ThingLink-Projekten. Das Unterkapitel «Touches» (Berührungen) zeigt alle Bilder an, welche von anderen mit einem Herzen versehen wurden, ähnlich dem «Like»-Button» von Facebook. Daran lässt sich erkennen, wie beliebt die eigenen Projekte in der Welt der sozialen Medien sind. Für schulische Zwecke ist diese Funktion aber irrelevant. Unter den Kapiteln «Image» (Bilder) und «Video und VR» können die ThingLink-Projekte zwischen reinen Bilddateien und Videodateien aufgeteilt werden. Die Funktion «Channel» (Kanal) kann für den schulischen Einsatz nützlich sein, wenn die Lernenden Klassenprojekte erstellen und die Arbeiten nach Klasse sortiert ablegen sollen. «Following and Follower» (Folgen und Anhänger) sind wiederum Spezifikationen für Social-Media-Anwenderinnen und -Anwender. Hier kann man sehen, wer einem folgt oder wem man selbst folgt. Auch diese Funktion ist für den schulischen Zweck von geringfügigem Nutzen.

Account-Einstellungen: Ganz rechts oben auf dem Startbildschirm befindet sich der Button für die Grundeinstellungen des Benutzerkontos. In dieser Rubrik lassen sich unter anderem Benutzerangaben und Gruppenzugehörigkeiten einstellen. Ausserdem kann man sich hier auch ausloggen. Nützlich: Die Funktion «Help» (Hilfe) bietet eine einfache Anleitung zum Gebrauch von ThingLink, allerdings nur in Englisch.

Bild erstellen

Um ein neues ThingLink-Bildprojekt zu starten, gelangt man über den oben erwähnten «Creat»- Button auf die Herstellungsebene. Hier können per Upload (Hochladen von Bildern), Drag and Drop (Hineinziehen von Bildern) Facebook- und Flickr-Fotos oder mit der Angabe einer URL-Adresse ein Bild, das später verlinkt werden soll, importiert werden.

Sobald das gewünschte Foto auf die Plattform hochgeladen wurde, gelangt man zur eigentlichen Bearbeitungsseite. Zunächst muss dem Projekt ein Titel gegeben werden. Diesen kann man am oberen Bildschirmrand unter «Titel» eingeben.

Um das Bild mit «Tags» (Verlinkungspunkten) zu versehen, muss mit dem Cursor die entsprechende Stelle im Bild angewählt werden. Der entstandene Punkt kann auf dem Bild beliebig verschoben und in der Grösse variiert werden.

Auf der linken Bildschirmhälfte kann man nun die gesetzten Tags anpassen. Unter «Icon Image» (Symbolbild) lässt sich die Farbe des Markierpunktes anpassen. Unter «Link or image address» lässt sich der gesetzte Tag mit einem URL-Link versehen. Das System erkennt, ob es sich bei der Adresse um einen Film, einen Text oder eine Bilddatei handelt. Entsprechend wird die Darstellung optimiert. Zusätzlich kann das Textfeld, das sich unterhalb des URL-Adressfeldes befindet, mit eigenen Texten gefüllt werden. Ist der Tag verlinkt und eventuell auch mit eigenem Text versehen, muss dieser mit dem «Save»-Button gespeichert werden. Bei allen weiteren Tags verfährt man nach dem gleichen Prinzip.

Um das Bildprojekt abzuschliessen, muss unten rechts der Button «Save Image» angewählt werden.

Video erstellen

Um ein ThingLink-Video zu erstellen, muss wiederum der «Creat»-Button angeklickt werden. Danach gibt man unter der Rubrik «WEB and URL address» den entsprechenden Videolink ein. Sobald das Video mit der Plattform verlinkt ist, gelangt man auch hier zur Bearbeitungsebene. Das Video kann nun auf der Plattform abgespielt werden. Dort, wo im Clip der Tag erscheinen soll, stoppt man das Video und klickt auf den Button «Add new Tag», welcher sich auf der linken, oberen Seite befindet. Dadurch öffnet sich ein neues «Tag-Bearbeitungsfenster». Hier kann dem Tag eine andere URL-Adresse zugewiesen oder ein Informationstext hinterlegt werden. Zudem besteht die Option zu wählen, wie lange der Tag im Video zu sehen sein soll. Bei längeren Informationen muss die Zeit sicher verlängert werden, bei kurzen Hinweisen reichen die vorgeschlagenen fünf Sekunden. Auf der linken Spalte erscheinen alle im Video erstellten Tags mit Angabe der Stelle, in der diese im Clip erscheinen. Unten rechts muss beim Fertigstellen des Videoprojekts der Button «Save and Exit» angewählt werden.

Teilen von ThingLink-Projekten

Das fertige Projekt kann nun geteilt werden. Dazu muss es im Menü «Me» angewählt und geöffnet werden. Auf der rechten Bildhälfte erscheinen die Symbole «Bearbeiten» (ermöglicht das Bearbeiten des Projekts), «Berühren» (Wie das «Like» von Facebook) und «Teilen». Unter «Teilen» kann das Bild als Embed Code oder Link geteilt werden. Ausserdem besteht die Option, das Projekt über diverse Social-Media-Kanälen zu teilen.

Löschen von ThingLinks

Um ein bestehendes Video- oder Bildprojekt von ThingLink zu löschen, muss es zunächst im Menü «Me» angewählt und geöffnet werden. Unterhalb des Bildes/Videos erscheint das Papierkorbsymbol «Remove Image». Über diesen Button lässt sich das Projekt löschen.

Einschränkungen der kostenlosen Nutzung

An dieser Stelle möchte ich auf die Einschränkungen bei der kostenlosen Nutzung von Thing- Link hinweisen. Mit der kostenlosen Version erstellte Projekte können nur zehnmal pro Monat angeschaut werden. Danach erscheint der Hinweis, dass das Projekt in diesem Monat nicht mehr zur Verfügung steht. Ausserdem fordert ThingLink bei der kostenlosen Nutzung immer wieder offensiv zum Upgrade auf. Das kann zuweilen nervig sein. Und: Die Gestaltungsmöglichkeiten der Projekte sind limitiert. Das kann für Einsteigerinnen und Einsteiger oder solche, die das Programm nur selten anwenden, auch ganz nützlich sein. Für höhere Ansprüche an technische und optische Umsetzungsmöglichkeiten kommt man um ein Upgrade nicht herum.

B Anwendungsmöglichkeiten

Bilderwörterbuch → Schematische Abläufe oder aussagekräftige Bilder können mit Schlüsselbegriffen inklusive Definitionen versehen werden. So wird das Bild mit den Schlüsselbegriffen verknüpft, was dem visuellen Lerntyp zugutekommt.

Interaktiver Zeitstrahl → Eine Zeitstrahlvorlage kann als Bild auf ThingLink hochgeladen werden. Danach kann die Zeitachse mit multimedialen Inhalten wie Filmen oder Tonaufnahmen verlinkt werden.

Portfolioauftrag → Es kann ein Bild vorgegeben werden. Die Lernenden recherchieren zu diesem Bild und erstellen so ein multimediales Portfolio, welches sie mit ThingLink festhalten.

Kollaboratives Arbeiten → Als Gruppe kann ein Bild bearbeitet werden. Ein Bild wird vorgegeben, ohne zusätzliche Information. Die Gruppe recherchiert nun die Fakten zu diesem Bild. Jedes Teammitglied bearbeitet einen bestimmten Bildausschnitt auf ThingLink.

Online-Bildbeschreibung → Ein Bild, beispielsweise in Kunst und Kultur, wird den Lernenden vorgegeben. Die Lernenden betrachten das Bild und halten ihre Beschreibungen des Bildes in Form von Linkpunkten und Text im Bild fest.

Didaktisierte Videos → Videos (beispielsweise YouTube) können mithilfe von ThingLink gezielt didaktisiert werden. Hinweise und Ankündigungen auf bestimmte Filmszenen unterstützen die Lernenden dabei, den Inhalt eines Clips besser zu erfassen und die gewünschten Informationen zu entnehmen. Mit in den Clip integrierten Web-Links kann vertieftes Wissen zu einem Themengebiet angeboten werden.