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Ein Bound ist eine interaktive Handy-Schnitzeljagd, ähnlich dem Geocaching. Zusätzlich kann man Medieninhalte abrufen oder als Spielerin oder Spieler dem Spielverlauf eigene Inhalte hinzufügen.

Zunächst müssen wir zwischen dem Actionbound-Creator und der App unterscheiden. Der Creator ermöglicht es uns, bereits bestehende Actionbounds aufzurufen oder einen neuen Bound zu erstellen. Da diese Plattform auf Deutsch und intuitiv aufgebaut ist, können auch Lernende mit minimaler Unterstützung in kürzester Zeit einen Bound erstellen. Zum Erstellen eines Actionbounds ist ein Computer oder Laptop empfehlenswert. Tablets oder Smartphones eignen sich in dieser Phase nicht, da sie mit ihrer beschränkten Bildschirmgrösse keinen genügenden Überblick bieten.

Mit der Actionbound-App können diese spannenden, lustigen und lehrreichen Bounds gespielt werden. Die flexible Anwendung der App ermöglicht es, sie bei verschiedenen Interessen und Themengebieten anzuwenden. Die App ist auf iOS und Android kostenlos verfügbar. Für die private Nutzung sowie für einzelne Klassen ist die App kostenlos.

A Funktionen

Die nachfolgenden Instruktionen beziehen sich auf den Actionbound-Creator. Auf die App wird nur am Rande eingegangen.

Anmeldung

Die Anmeldung auf dem Actionbound-Creator ist nur notwendig, wenn man selbst einen Bound erstellen möchte. Will man bereits bestehende öffentliche Bounds nutzen, ist keine Anmeldung notwendig.

Bei der Registrierung kann man aus den folgenden drei Abonnements auswählen: privat (kostenlos), Bildung (ab 45 Euro im Jahr) oder Geschäft (950 Euro im Jahr). Haben Sie an Ihrer Schule Interesse an Actionbound und möchten flächendeckend mit diesem Tool arbeiten, so lohnt sich der Abschluss eines Bildungsabonnements. Für ein erstes Kennenlernen des Tools mit der Klasse reichen die Funktionen des kostenfreien privaten Abonnements vollkommen. Bei der Gratisnutzung ist es so, dass man seine Bounds öffentlich zur Verfügung stellen muss. Einige wenige Funktionen stehen in diesem Abonnement nicht zur Verfügung.

Bei der Registrierung ist die übliche Anmeldemaske mit Benutzername, E-Mail-Adresse und Passwort auszufüllen. Zudem muss man mit dem Anklicken auf die entsprechenden Felder bezeugen, dass die AGBs gelesen wurden und dass man den Bound weder institutionell noch für kommerzielle Zwecke nutzt.

Bound erstellen

Nach wenigen Klicks ist der Account angelegt und man gelangt zum Übersichtsbildschirm. Von hier aus verwaltet man seine eigenen Bounds, kann mit der Stichwortsuche andere Bounds suchen oder einen neuen Bound erstellen.

Über das blaue Kreuz auf dem Übersichtsbildschirm gelangt man in den Erstellungsmodus. An dieser Stelle gibt man seinem Bound einen Namen und eine passende URL-Adresse. Zudem wird hier der Spielmodus bestimmt. Dabei stehen zwei Modi zur Verfügung: Der Einzel-Bound (der Actionbound kann nur von einer Person mit einem Gerät gespielt werden) oder der Gruppen- Bound (in diesem Modus können zwei oder mehrere Personen zusammen an einem Gerät spielen). Im Raster «Abschnittsreihenfolge» kann festgelegt werden, ob die Posten der Reihe nach («linear») oder in beliebiger Reihenfolge («beliebig») gelöst werden können. Der Modus «beliebig» eignet sich für Arbeiten in der Schule besser, weil sich die Lernenden auf die Posten verteilen können und es zu keinen langen Warteschlangen kommt. Mit einem Klick auf «Bound erstellen» sind alle Vorbereitungsarbeiten abgeschlossen.

Inhalte

Nun geht es darum, den Bound mit Inhalten zu füllen. Dabei steht einem eine ganze Palette an Werkzeugen zur Verfügung. Diese können mit einem Klick auf das blaue Kreuz aufgerufen und im Bound integriert werden.

Abschnitte: Hier können Abschnitte festgelegt werden. Diese helfen, den Bound zu strukturieren. Sofern die Option «beliebige Reihenfolge» aktiviert ist, können sich die Teilnehmenden des Bounds zwischen den Abschnitten frei hin und her bewegen. Es hat sich bewährt, die Abschnitte mit eindeutigen Titeln zu unterteilen (zum Beispiel Posten 1, Posten 2 usw.). Zudem bietet sich hier die Möglichkeit, den Abschnitt geografisch zu verorten, indem ich die Koordinaten des entsprechenden Abschnitts angebe. Im Abschnitt «Koordinaten» kann man in der Rubrik «Wählen» den Ort per Google Maps lokalisieren und mit der Funktion «übernehmen» als Koordinatenpunkt darstellen lassen.

Informationen: In diesem Fenster kann ich den Teilnehmenden Informationen zukommen lassen. Dies kann ich in verschiedenster Art und Weise tun. Man kann zum Beispiel einfache Textinformationen hinterlegen. Diese sollten aber aufgrund der kleinen Displays von Mobiltelefonen oder Tablets nicht zu lange sein. Zudem kann ich Medien wie Bilder, Videos, Audiofiles oder Links in diese Informationsfenster integrieren. Die jeweiligen Medien kann man via Drag and Drop in die eigene Medienbibliothek laden und danach in den Bound integrieren.

Quiz: Die Funktion «Quiz» erfreut sich bei den Lernenden grosser Beliebtheit. Hier müssen Fragen beantwortet werden. Je nach Resultat werden Punkte gesammelt. Dieser kompetitive Aspekt spornt die Lernenden an. Wer diese Funktion ausklammern möchte, kann das Quiz auch ohne Punktevergabe machen.

Damit das Programm weiss, welches die gesuchte Antwort ist, muss diese vorgängig eingegeben werden. An dieser Stelle stehen vier Eingabemodi zur Auswahl (Lösungseingabe, Multiple Choice, Zahlen schätzen, Liste sortieren).

Bei den Optionen hat man die Möglichkeit, die Anzahl der Versuche und die Punktabzüge bei der falschen Antwort festzulegen. Nach falschen Antworten können zusätzlich Tipps zur Lösung gegeben werden.

Im Fenster «Zeitbegrenzung» kann die Zeit, welche die Teilnehmendem am Quiz arbeiten dürfen, begrenzt werden oder es können Punkteabzüge bei Zeitüberschreitungen festgelegt werden.

Aufgaben: In dieser Rubrik können den Teilnehmenden Aufgaben gestellt werden. Auch hier stehen einem eine ganze Reihe an Medien zur Verfügung, welche in die Aufgaben integriert werden können. Als Antwortoptionen kann zwischen Texten, Bildern (zum Beispiel ein Selfie), Video- oder Audioaufnahmen gewählt werden.

Orte finden: Bei Actionbounds, welche im Freien stattfinden und bei denen eine gewisse Strecke zurückgelegt werden muss, ist diese Funktion besonders hilfreich. Hier kann ich die Teilnehmenden vorgegebene Koordinaten aufsuchen lassen (siehe «Abschnitte», S. 72). Es stehen die Modi «Richtungspfeil anzeigen» oder «Karte anzeigen» zur Auswahl. Zudem gibt Actionbound den wichtigen Hinweis, dass das GPS, welches zum Aufsuchen der Posten in diesem Modus aktiviert sein muss, besser in offenem Gelände als in einer Stadt funktioniert. In Gebäuden funktioniert dieser Modus nicht.

Code scannen: Hier müssen die Teilnehmenden einen QR-Code finden und scannen. Die Hinweise/ Aufgaben für das Finden der QR-Codes lassen sich wie gewohnt mit schriftlichen Hinweisen darstellen.

In der Rubrik «Code» hat man die Wahl, sich vom Programm einen Code erstellen zu lassen oder selbst einen QR-Code zu erzeugen. In den «Optionen» kann zuletzt noch festgelegt werden, ob ein Scannen des Codes notwendig ist, um den Bound fortzusetzen. Gerade in städtischen Gebieten ist es aber leider so, dass solche Codes, welche man vorgängig platziert, oft von unbeteiligten Personen entfernt werden. Aus diesem Grund ist diese Option mit Bedacht zu wählen.

Umfrage: Die Umfrage dient in erster Linie dazu, die Teilnehmenden des Bounds zu einer konkreten Fragestellung zu befragen. Die gewonnenen Erkenntnisse können beispielsweise im Unterricht als Anknüpfungspunkte für das Vorwissen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer genutzt werden.

Turnier: Um den kompetitiven Aspekt zu unterstreichen, kann man gelegentlich auch die Funktion «Turnier» einfügen. Hier kann man die Teilnehmenden gegeneinander antreten und verschiedenste Aufgaben lösen lassen.

Die Inhalte des Bounds können nun innerhalb des Bounds beliebig hoch und runter verschoben werden. Hat man eine Idee für eine neue Aufgabe, lässt sich diese ohne Weiteres an der passenden Stelle des Bounds platzieren. Ausserdem kann jeder einzelne Inhalt nachträglich bearbeitet oder gelöscht werden.

Einstellungen

Ist der Bound mit den gewünschten Inhalten ausgestattet, so können über den Raster «Einstellungen » letzte Änderungen vorgenommen werden.

Im Boundprofil lassen sich Aspekte wie Titelbilder, Boundbeschreibungen, Kategorien sowie Start und Zielorte des Bounds festlegen. Zur besseren Einschätzung kann hier noch die zurückzulegende Distanz und die benötigte Zeit für den Bound angegeben werden.

Die übrigen Einstellungsmöglichkeiten wie «Boundcharakter» oder «Karte» sind ausführlich beschrieben und erlauben es geübten Nutzerinnen und Nutzern, ihren Bound noch mehr zu personalisieren.

Ergebnisse

Im Raster «Ergebnisse» kann man sich verschiedenste Werte anzeigen lassen. Statistische Werte wie Anzahl Teilnehmende oder mittlere Spielzeit lassen sich genauso abrufen wie die Bewertungen des Bounds, welche die Teilnehmenden jeweils am Ende eines Durchgangs abgeben können.

Man hat hier auch die Möglichkeit, die Resultate der einzelnen Boundteilnehmenden abzurufen. Mussten die Teilnehmenden in einer Aufgabe beispielsweise ein Selfie machen, kann ich dieses aufrufen. Somit bietet mir diese Option eine Art Kontrollfunktion.

Vorschau/Testen

Bevor der Bound freigeschaltet wird, empfiehlt es sich, einen Probedurchgang zu machen. Beim Durchspielen des Actionbounds finden sich schnell die Kinderkrankheiten, welche noch bearbeitet werden müssen.

Bevor man den Bound durchspielen kann, muss die kostenlose App (Actionbound) herunterladen werden. Mit dieser App kann der QR-Code gescannt werden, welcher zu jedem Bound automatisch erstellt wird.

Ist der Actionbound komplett, kann eine vorgefertigte Startanleitung mit QR-Code heruntergeladen werden. Dazu muss der Bound zunächst geöffnet werden. Auf der Startseite erscheint ein blauer Button mit der Bezeichnung «Startanleitung herunterladen». Der Download erfolgt im PDF-Format.

B Anwendungsmöglichkeiten

Postenlaufalternative → Wieso nicht einen Postenlauf zum einem ABU-Thema im Freien oder im ganzen Schulhaus absolvieren. Wissensvermittlung muss nicht nur im Unterrichtszimmer stattfinden.

Wissensvermittlung → Ein Unterrichtsthema kann in verschiedene Unterkapitel geteilt und so mithilfe eines Bounds bearbeitet werden.

Bewegtes Lernen → Anstatt eines konventionellen Postenlaufs kann ein ABU-Thema in der Stadt oder im Dorf erarbeitet werden. Wieso nicht zu Fuss zur örtlichen Versicherungsvertretung gehen und unterwegs einige Aufgaben zum Thema «Versicherung» lösen?

Gruppenpuzzle Aufträge → Jede Gruppe erhält einen anderen Bound mit unterschiedlichen Aufgaben. Im Anschluss an die Erarbeitungsphase treffen sich die Gruppenmitglieder zum Wissensaustausch.

Exkursionsanleitung → Anleitung für einen Museumsbesuch (Kunst und Kultur).

Audio-/Videoguide → Informationen per Audio oder Video zusammentragen und mit einem Bound strukturieren.